Mar 2
- Apr 25, 2026
Opening / Feb 28, 7 PM
Düsseldorf
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POV: Du liest eines dieser „Das erste Wort, das du siehst, beschreibt wie den 2026 aussehen wird“ Wortsalate. Dein Blick streift PROFUSION, ANTAGONIST und WISHLIST. Verdammt, die TikTok Witches hatten mal wieder recht. Es ist alles so verdammt viel geworden. Die Lüge sieht nach Wahrheit aus, die Satire nach Geschichte, der Albtraum wie der Alltag. Ruhe ist verdächtig fremd. Du wünschtest, du könntest raus und mal wieder Gras anfassen. Wie schade, dass dein Handy noch nicht geladen hat.
Ist vielleicht alles nicht so schlimm. Hier handelt es sich ja um einen individuellen POV. Aber Ihr werdet mir zustimmen müssen, dass unsere Gegenwart, die uns als zunehmend rationaler und ruhiger versprochen wurde, doch insgesamt ganz schön trippy aussieht. Und statt uns beizustehen, macht der Sitter nun ganz andere Faxen. Wir sind gefangen in Alice im Wunderland. Aber nicht der alten Zeichentrickversion, sondern der Tim Burton Verfilmung. Und es gibt leider keinen vorbestimmten Hero Arc, die wir durch unser Abenteuer bewältigen, um am Ende des Tunnels ein Licht zu finden, einander in die Arme zu fallen und zu sagen, dass der Schatz die Freundschaften ist, die wir auf dem Weg geknüpft haben. Kein vorgezeichneter Plot und keine Hero Arc holen uns aus dieser Timeline raus.
Wer ist denn Held:in unserer Geschichte? Milena Wojhans Hero Serie (2025) wäre da ein Kandidat. Milenas Figur ist in ihrer eigenen Blase gefangen und fällt aus ihrer Welt in eine andere Zeichentrick-Dimension rein. Jedoch wirkt dieser Hero nicht abenteuerlustig, sondern entsetzt über diesen Kaninchenbau. Naja, wir haben es uns schließlich auch nicht ausgesucht. Emil Walde hat wohl einige Glaspaneele aus dem Saal der Türen herausgerissen, um weiterzukommen. So verrostet müssen sie schon lange Zeit unter der Erde zugebracht haben, dabei handelt es sich um alte Paneele aus dem Duisburger Hauptbahnhof, die nun wie archäologische Fundstücke aussehen. Alissa Ritter hat ihre aufgespießten Glasfasertrauben gerade noch so aus dem Haus des weißen Kaninchens zurückbekommen. Der kleine Partysnack ist zum gigantischen Waffenspieß avanciert. Vielleicht brauchen wir den noch für später auf dem Weg. Und da wartet schon die Grinsekatze auf uns. Iris Helena Hamers’ giftgrünes Neonfell leuchtet uns im dunklen Wald den Weg. Ist ihr Grinsen echt oder KI-Halluzination? Was ist denn schon echt und was fake, fragt sie uns, den Baum auf dem Kopf hochkletternd. Wir können ja raten, so viel wir wollen. Generiert, kopiert, gebaut, gebastelt und geprompted – wer will da noch unterscheiden? Ich höre schon von Weitem das hysterische Lachen der Teeparty. Die Uhr ist schon seit Ewigkeiten stehengeblieben, und so will keiner sich nach Hause begeben. Rebekka Benzenbergs You Think This May Stay Forever (2025) hat schon schizophren Partylaune mit absoluter Erschöpfung auf eine Matratze zusammengepresst. Im Garten der Herzkönigin übermalt Marc Botschen die weißen Rosen rot. Ganz lässt er sich nicht zur Geschichtsüberschreibung einspannen. Marc zeigt die Wahrheit, wo er sie in Metall ätzt, überlagert und verzerrt. Frau Herzkönigin, was genau haben ihre Großeltern von 1933 bis 1945 so gemacht beruflich?
Wir werden hier wohl noch ganz schön lange feststecken, also können wir es uns zumindest gemütlich machen. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe irgendwo im Kaninchenbau meinen Hut verloren.
Jennifer Braun
The Gen Z Art Critic
–
POV: You’re reading one of those “The first word you see is what your 2026 is gonna be like” word grids. Your gaze brushes over PROFUSION, ANTAGONIST, and WISHLIST. Gahdamn, the TikTok witches were right again. It’s just way too fucking much right now. The lie looks like truth, satire like history, and the nightmare like just another day. You long to go outside to touch some grass again. What a shame that your phone is still charging.
Maybe it’s not all that bad. This is just one person’s point of view. But you’ll have to agree that our present, which was promised to be increasingly rational and calm, looks pretty trippy overall. And instead of being there for us, the sitter is now doing some other bullshit. We’re trapped in Alice in Wonderland. But not the classy, old version – it’s the Tim Burton film adaptation. And unfortunately, there is no predetermined hero arc to follow through our adventure to find a light at the end of the tunnel, fall into each other’s arms, and say that the treasure is the friends we made along the way. No predetermined plot and no hero arc will get us out of this timeline.
Who is the hero of our story? Milena Wojhans’ Hero Series (2025) would be a candidate. Milena’s character is trapped in her own bubble and falls out of her world into another cartoon dimension. However, this hero does not seem adventurous, but rather horrified by this rabbit hole. Well, we didn’t choose it either, after all. Emil Walde has torn some glass panels out of the Hall of Doors to move forward. Those must have spent a long time underground, rusting away. These are old panels from Duisburg Central Station, which now look like archaeological finds. Alissa Ritter just barely managed to get her skewered glass fiber grapes back from the white rabbit’s house. The little party snack morphed into a giant weapon. Maybe we’ll need it somewhere later down the way. And there, the Cheshire Cat is already waiting for us. Iris Helena Hamers’ bright green neon fur lights our way through the dark forest. Is her grin real or an AI hallucination? What is real and what is fake, anyway, she asks, climbing up the tree upside down. We can guess as much as we want. Generated, copied, manipulated, constructed, and prompted — what’s the difference anyway? I can already hear the hysterical laughter of the tea party from afar. The clock stopped working ages ago, and so no one wants to go home. Rebekka Benzenberg’s You Think Think This May Stay Forever (2025) has already compressed schizophrenic party mood with absolute exhaustion onto a mattress. In the Queen of Hearts’ garden, Marc Botschen paints the white roses red. He does not allow himself to be completely drawn into rewriting history. Marc shows the truth where he etches it into metal, overlays it, and distorts it. Miss Queen of Hearts, what exactly did your grandparents do for a living from 1933 to 1945?
We’re probably going to be stuck here for quite a while, so we might as well make ourselves comfortable. Would you excuse me now – it looks like I’ve lost my hat somewhere down the rabbit hole.
Jennifer Braun
The Gen Z Art Critic
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POV: Du liest eines dieser „Das erste Wort, das du siehst, beschreibt wie den 2026 aussehen wird“ Wortsalate. Dein Blick streift PROFUSION, ANTAGONIST und WISHLIST. Verdammt, die TikTok Witches hatten mal wieder recht. Es ist alles so verdammt viel geworden. Die Lüge sieht nach Wahrheit aus, die Satire nach Geschichte, der Albtraum wie der Alltag. Ruhe ist verdächtig fremd. Du wünschtest, du könntest raus und mal wieder Gras anfassen. Wie schade, dass dein Handy noch nicht geladen hat.
Ist vielleicht alles nicht so schlimm. Hier handelt es sich ja um einen individuellen POV. Aber Ihr werdet mir zustimmen müssen, dass unsere Gegenwart, die uns als zunehmend rationaler und ruhiger versprochen wurde, doch insgesamt ganz schön trippy aussieht. Und statt uns beizustehen, macht der Sitter nun ganz andere Faxen. Wir sind gefangen in Alice im Wunderland. Aber nicht der alten Zeichentrickversion, sondern der Tim Burton Verfilmung. Und es gibt leider keinen vorbestimmten Hero Arc, die wir durch unser Abenteuer bewältigen, um am Ende des Tunnels ein Licht zu finden, einander in die Arme zu fallen und zu sagen, dass der Schatz die Freundschaften ist, die wir auf dem Weg geknüpft haben. Kein vorgezeichneter Plot und keine Hero Arc holen uns aus dieser Timeline raus.
Wer ist denn Held:in unserer Geschichte? Milena Wojhans Hero Serie (2025) wäre da ein Kandidat. Milenas Figur ist in ihrer eigenen Blase gefangen und fällt aus ihrer Welt in eine andere Zeichentrick-Dimension rein. Jedoch wirkt dieser Hero nicht abenteuerlustig, sondern entsetzt über diesen Kaninchenbau. Naja, wir haben es uns schließlich auch nicht ausgesucht. Emil Walde hat wohl einige Glaspaneele aus dem Saal der Türen herausgerissen, um weiterzukommen. So verrostet müssen sie schon lange Zeit unter der Erde zugebracht haben, dabei handelt es sich um alte Paneele aus dem Duisburger Hauptbahnhof, die nun wie archäologische Fundstücke aussehen. Alissa Ritter hat ihre aufgespießten Glasfasertrauben gerade noch so aus dem Haus des weißen Kaninchens zurückbekommen. Der kleine Partysnack ist zum gigantischen Waffenspieß avanciert. Vielleicht brauchen wir den noch für später auf dem Weg. Und da wartet schon die Grinsekatze auf uns. Iris Helena Hamers’ giftgrünes Neonfell leuchtet uns im dunklen Wald den Weg. Ist ihr Grinsen echt oder KI-Halluzination? Was ist denn schon echt und was fake, fragt sie uns, den Baum auf dem Kopf hochkletternd. Wir können ja raten, so viel wir wollen. Generiert, kopiert, gebaut, gebastelt und geprompted – wer will da noch unterscheiden? Ich höre schon von Weitem das hysterische Lachen der Teeparty. Die Uhr ist schon seit Ewigkeiten stehengeblieben, und so will keiner sich nach Hause begeben. Rebekka Benzenbergs You Think This May Stay Forever (2025) hat schon schizophren Partylaune mit absoluter Erschöpfung auf eine Matratze zusammengepresst. Im Garten der Herzkönigin übermalt Marc Botschen die weißen Rosen rot. Ganz lässt er sich nicht zur Geschichtsüberschreibung einspannen. Marc zeigt die Wahrheit, wo er sie in Metall ätzt, überlagert und verzerrt. Frau Herzkönigin, was genau haben ihre Großeltern von 1933 bis 1945 so gemacht beruflich?
Wir werden hier wohl noch ganz schön lange feststecken, also können wir es uns zumindest gemütlich machen. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe irgendwo im Kaninchenbau meinen Hut verloren.
Jennifer Braun
The Gen Z Art Critic
–
POV: You’re reading one of those “The first word you see is what your 2026 is gonna be like” word grids. Your gaze brushes over PROFUSION, ANTAGONIST, and WISHLIST. Gahdamn, the TikTok witches were right again. It’s just way too fucking much right now. The lie looks like truth, satire like history, and the nightmare like just another day. You long to go outside to touch some grass again. What a shame that your phone is still charging.
Maybe it’s not all that bad. This is just one person’s point of view. But you’ll have to agree that our present, which was promised to be increasingly rational and calm, looks pretty trippy overall. And instead of being there for us, the sitter is now doing some other bullshit. We’re trapped in Alice in Wonderland. But not the classy, old version – it’s the Tim Burton film adaptation. And unfortunately, there is no predetermined hero arc to follow through our adventure to find a light at the end of the tunnel, fall into each other’s arms, and say that the treasure is the friends we made along the way. No predetermined plot and no hero arc will get us out of this timeline.
Who is the hero of our story? Milena Wojhans’ Hero Series (2025) would be a candidate. Milena’s character is trapped in her own bubble and falls out of her world into another cartoon dimension. However, this hero does not seem adventurous, but rather horrified by this rabbit hole. Well, we didn’t choose it either, after all. Emil Walde has torn some glass panels out of the Hall of Doors to move forward. Those must have spent a long time underground, rusting away. These are old panels from Duisburg Central Station, which now look like archaeological finds. Alissa Ritter just barely managed to get her skewered glass fiber grapes back from the white rabbit’s house. The little party snack morphed into a giant weapon. Maybe we’ll need it somewhere later down the way. And there, the Cheshire Cat is already waiting for us. Iris Helena Hamers’ bright green neon fur lights our way through the dark forest. Is her grin real or an AI hallucination? What is real and what is fake, anyway, she asks, climbing up the tree upside down. We can guess as much as we want. Generated, copied, manipulated, constructed, and prompted — what’s the difference anyway? I can already hear the hysterical laughter of the tea party from afar. The clock stopped working ages ago, and so no one wants to go home. Rebekka Benzenberg’s You Think Think This May Stay Forever (2025) has already compressed schizophrenic party mood with absolute exhaustion onto a mattress. In the Queen of Hearts’ garden, Marc Botschen paints the white roses red. He does not allow himself to be completely drawn into rewriting history. Marc shows the truth where he etches it into metal, overlays it, and distorts it. Miss Queen of Hearts, what exactly did your grandparents do for a living from 1933 to 1945?
We’re probably going to be stuck here for quite a while, so we might as well make ourselves comfortable. Would you excuse me now – it looks like I’ve lost my hat somewhere down the rabbit hole.
Jennifer Braun
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POV: Du liest eines dieser „Das erste Wort, das du siehst, beschreibt wie den 2026 aussehen wird“ Wortsalate. Dein Blick streift PROFUSION, ANTAGONIST und WISHLIST. Verdammt, die TikTok Witches hatten mal wieder recht. Es ist alles so verdammt viel geworden. Die Lüge sieht nach Wahrheit aus, die Satire nach Geschichte, der Albtraum wie der Alltag. Ruhe ist verdächtig fremd. Du wünschtest, du könntest raus und mal wieder Gras anfassen. Wie schade, dass dein Handy noch nicht geladen hat.
Ist vielleicht alles nicht so schlimm. Hier handelt es sich ja um einen individuellen POV. Aber Ihr werdet mir zustimmen müssen, dass unsere Gegenwart, die uns als zunehmend rationaler und ruhiger versprochen wurde, doch insgesamt ganz schön trippy aussieht. Und statt uns beizustehen, macht der Sitter nun ganz andere Faxen. Wir sind gefangen in Alice im Wunderland. Aber nicht der alten Zeichentrickversion, sondern der Tim Burton Verfilmung. Und es gibt leider keinen vorbestimmten Hero Arc, die wir durch unser Abenteuer bewältigen, um am Ende des Tunnels ein Licht zu finden, einander in die Arme zu fallen und zu sagen, dass der Schatz die Freundschaften ist, die wir auf dem Weg geknüpft haben. Kein vorgezeichneter Plot und keine Hero Arc holen uns aus dieser Timeline raus.
Wer ist denn Held:in unserer Geschichte? Milena Wojhans Hero Serie (2025) wäre da ein Kandidat. Milenas Figur ist in ihrer eigenen Blase gefangen und fällt aus ihrer Welt in eine andere Zeichentrick-Dimension rein. Jedoch wirkt dieser Hero nicht abenteuerlustig, sondern entsetzt über diesen Kaninchenbau. Naja, wir haben es uns schließlich auch nicht ausgesucht. Emil Walde hat wohl einige Glaspaneele aus dem Saal der Türen herausgerissen, um weiterzukommen. So verrostet müssen sie schon lange Zeit unter der Erde zugebracht haben, dabei handelt es sich um alte Paneele aus dem Duisburger Hauptbahnhof, die nun wie archäologische Fundstücke aussehen. Alissa Ritter hat ihre aufgespießten Glasfasertrauben gerade noch so aus dem Haus des weißen Kaninchens zurückbekommen. Der kleine Partysnack ist zum gigantischen Waffenspieß avanciert. Vielleicht brauchen wir den noch für später auf dem Weg. Und da wartet schon die Grinsekatze auf uns. Iris Helena Hamers’ giftgrünes Neonfell leuchtet uns im dunklen Wald den Weg. Ist ihr Grinsen echt oder KI-Halluzination? Was ist denn schon echt und was fake, fragt sie uns, den Baum auf dem Kopf hochkletternd. Wir können ja raten, so viel wir wollen. Generiert, kopiert, gebaut, gebastelt und geprompted – wer will da noch unterscheiden? Ich höre schon von Weitem das hysterische Lachen der Teeparty. Die Uhr ist schon seit Ewigkeiten stehengeblieben, und so will keiner sich nach Hause begeben. Rebekka Benzenbergs You Think This May Stay Forever (2025) hat schon schizophren Partylaune mit absoluter Erschöpfung auf eine Matratze zusammengepresst. Im Garten der Herzkönigin übermalt Marc Botschen die weißen Rosen rot. Ganz lässt er sich nicht zur Geschichtsüberschreibung einspannen. Marc zeigt die Wahrheit, wo er sie in Metall ätzt, überlagert und verzerrt. Frau Herzkönigin, was genau haben ihre Großeltern von 1933 bis 1945 so gemacht beruflich?
Wir werden hier wohl noch ganz schön lange feststecken, also können wir es uns zumindest gemütlich machen. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe irgendwo im Kaninchenbau meinen Hut verloren.
Jennifer Braun
The Gen Z Art Critic
–
POV: You’re reading one of those “The first word you see is what your 2026 is gonna be like” word grids. Your gaze brushes over PROFUSION, ANTAGONIST, and WISHLIST. Gahdamn, the TikTok witches were right again. It’s just way too fucking much right now. The lie looks like truth, satire like history, and the nightmare like just another day. You long to go outside to touch some grass again. What a shame that your phone is still charging.
Maybe it’s not all that bad. This is just one person’s point of view. But you’ll have to agree that our present, which was promised to be increasingly rational and calm, looks pretty trippy overall. And instead of being there for us, the sitter is now doing some other bullshit. We’re trapped in Alice in Wonderland. But not the classy, old version – it’s the Tim Burton film adaptation. And unfortunately, there is no predetermined hero arc to follow through our adventure to find a light at the end of the tunnel, fall into each other’s arms, and say that the treasure is the friends we made along the way. No predetermined plot and no hero arc will get us out of this timeline.
Who is the hero of our story? Milena Wojhans’ Hero Series (2025) would be a candidate. Milena’s character is trapped in her own bubble and falls out of her world into another cartoon dimension. However, this hero does not seem adventurous, but rather horrified by this rabbit hole. Well, we didn’t choose it either, after all. Emil Walde has torn some glass panels out of the Hall of Doors to move forward. Those must have spent a long time underground, rusting away. These are old panels from Duisburg Central Station, which now look like archaeological finds. Alissa Ritter just barely managed to get her skewered glass fiber grapes back from the white rabbit’s house. The little party snack morphed into a giant weapon. Maybe we’ll need it somewhere later down the way. And there, the Cheshire Cat is already waiting for us. Iris Helena Hamers’ bright green neon fur lights our way through the dark forest. Is her grin real or an AI hallucination? What is real and what is fake, anyway, she asks, climbing up the tree upside down. We can guess as much as we want. Generated, copied, manipulated, constructed, and prompted — what’s the difference anyway? I can already hear the hysterical laughter of the tea party from afar. The clock stopped working ages ago, and so no one wants to go home. Rebekka Benzenberg’s You Think Think This May Stay Forever (2025) has already compressed schizophrenic party mood with absolute exhaustion onto a mattress. In the Queen of Hearts’ garden, Marc Botschen paints the white roses red. He does not allow himself to be completely drawn into rewriting history. Marc shows the truth where he etches it into metal, overlays it, and distorts it. Miss Queen of Hearts, what exactly did your grandparents do for a living from 1933 to 1945?
We’re probably going to be stuck here for quite a while, so we might as well make ourselves comfortable. Would you excuse me now – it looks like I’ve lost my hat somewhere down the rabbit hole.
Jennifer Braun
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- Apr 25, 2026
Opening / Feb 28, 7 PM
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POV: Du liest eines dieser „Das erste Wort, das du siehst, beschreibt wie den 2026 aussehen wird“ Wortsalate. Dein Blick streift PROFUSION, ANTAGONIST und WISHLIST. Verdammt, die TikTok Witches hatten mal wieder recht. Es ist alles so verdammt viel geworden. Die Lüge sieht nach Wahrheit aus, die Satire nach Geschichte, der Albtraum wie der Alltag. Ruhe ist verdächtig fremd. Du wünschtest, du könntest raus und mal wieder Gras anfassen. Wie schade, dass dein Handy noch nicht geladen hat.
Ist vielleicht alles nicht so schlimm. Hier handelt es sich ja um einen individuellen POV. Aber Ihr werdet mir zustimmen müssen, dass unsere Gegenwart, die uns als zunehmend rationaler und ruhiger versprochen wurde, doch insgesamt ganz schön trippy aussieht. Und statt uns beizustehen, macht der Sitter nun ganz andere Faxen. Wir sind gefangen in Alice im Wunderland. Aber nicht der alten Zeichentrickversion, sondern der Tim Burton Verfilmung. Und es gibt leider keinen vorbestimmten Hero Arc, die wir durch unser Abenteuer bewältigen, um am Ende des Tunnels ein Licht zu finden, einander in die Arme zu fallen und zu sagen, dass der Schatz die Freundschaften ist, die wir auf dem Weg geknüpft haben. Kein vorgezeichneter Plot und keine Hero Arc holen uns aus dieser Timeline raus.
Wer ist denn Held:in unserer Geschichte? Milena Wojhans Hero Serie (2025) wäre da ein Kandidat. Milenas Figur ist in ihrer eigenen Blase gefangen und fällt aus ihrer Welt in eine andere Zeichentrick-Dimension rein. Jedoch wirkt dieser Hero nicht abenteuerlustig, sondern entsetzt über diesen Kaninchenbau. Naja, wir haben es uns schließlich auch nicht ausgesucht. Emil Walde hat wohl einige Glaspaneele aus dem Saal der Türen herausgerissen, um weiterzukommen. So verrostet müssen sie schon lange Zeit unter der Erde zugebracht haben, dabei handelt es sich um alte Paneele aus dem Duisburger Hauptbahnhof, die nun wie archäologische Fundstücke aussehen. Alissa Ritter hat ihre aufgespießten Glasfasertrauben gerade noch so aus dem Haus des weißen Kaninchens zurückbekommen. Der kleine Partysnack ist zum gigantischen Waffenspieß avanciert. Vielleicht brauchen wir den noch für später auf dem Weg. Und da wartet schon die Grinsekatze auf uns. Iris Helena Hamers’ giftgrünes Neonfell leuchtet uns im dunklen Wald den Weg. Ist ihr Grinsen echt oder KI-Halluzination? Was ist denn schon echt und was fake, fragt sie uns, den Baum auf dem Kopf hochkletternd. Wir können ja raten, so viel wir wollen. Generiert, kopiert, gebaut, gebastelt und geprompted – wer will da noch unterscheiden? Ich höre schon von Weitem das hysterische Lachen der Teeparty. Die Uhr ist schon seit Ewigkeiten stehengeblieben, und so will keiner sich nach Hause begeben. Rebekka Benzenbergs You Think This May Stay Forever (2025) hat schon schizophren Partylaune mit absoluter Erschöpfung auf eine Matratze zusammengepresst. Im Garten der Herzkönigin übermalt Marc Botschen die weißen Rosen rot. Ganz lässt er sich nicht zur Geschichtsüberschreibung einspannen. Marc zeigt die Wahrheit, wo er sie in Metall ätzt, überlagert und verzerrt. Frau Herzkönigin, was genau haben ihre Großeltern von 1933 bis 1945 so gemacht beruflich?
Wir werden hier wohl noch ganz schön lange feststecken, also können wir es uns zumindest gemütlich machen. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe irgendwo im Kaninchenbau meinen Hut verloren.
Jennifer Braun
The Gen Z Art Critic
–
POV: You’re reading one of those “The first word you see is what your 2026 is gonna be like” word grids. Your gaze brushes over PROFUSION, ANTAGONIST, and WISHLIST. Gahdamn, the TikTok witches were right again. It’s just way too fucking much right now. The lie looks like truth, satire like history, and the nightmare like just another day. You long to go outside to touch some grass again. What a shame that your phone is still charging.
Maybe it’s not all that bad. This is just one person’s point of view. But you’ll have to agree that our present, which was promised to be increasingly rational and calm, looks pretty trippy overall. And instead of being there for us, the sitter is now doing some other bullshit. We’re trapped in Alice in Wonderland. But not the classy, old version – it’s the Tim Burton film adaptation. And unfortunately, there is no predetermined hero arc to follow through our adventure to find a light at the end of the tunnel, fall into each other’s arms, and say that the treasure is the friends we made along the way. No predetermined plot and no hero arc will get us out of this timeline.
Who is the hero of our story? Milena Wojhans’ Hero Series (2025) would be a candidate. Milena’s character is trapped in her own bubble and falls out of her world into another cartoon dimension. However, this hero does not seem adventurous, but rather horrified by this rabbit hole. Well, we didn’t choose it either, after all. Emil Walde has torn some glass panels out of the Hall of Doors to move forward. Those must have spent a long time underground, rusting away. These are old panels from Duisburg Central Station, which now look like archaeological finds. Alissa Ritter just barely managed to get her skewered glass fiber grapes back from the white rabbit’s house. The little party snack morphed into a giant weapon. Maybe we’ll need it somewhere later down the way. And there, the Cheshire Cat is already waiting for us. Iris Helena Hamers’ bright green neon fur lights our way through the dark forest. Is her grin real or an AI hallucination? What is real and what is fake, anyway, she asks, climbing up the tree upside down. We can guess as much as we want. Generated, copied, manipulated, constructed, and prompted — what’s the difference anyway? I can already hear the hysterical laughter of the tea party from afar. The clock stopped working ages ago, and so no one wants to go home. Rebekka Benzenberg’s You Think Think This May Stay Forever (2025) has already compressed schizophrenic party mood with absolute exhaustion onto a mattress. In the Queen of Hearts’ garden, Marc Botschen paints the white roses red. He does not allow himself to be completely drawn into rewriting history. Marc shows the truth where he etches it into metal, overlays it, and distorts it. Miss Queen of Hearts, what exactly did your grandparents do for a living from 1933 to 1945?
We’re probably going to be stuck here for quite a while, so we might as well make ourselves comfortable. Would you excuse me now – it looks like I’ve lost my hat somewhere down the rabbit hole.
Jennifer Braun
The Gen Z Art Critic